RFID und Robotik

Die industrielle Produktion befindet sich aktuell im Wandel hin zur Digitalisierung. In diesem Zusammenhang wurde der Begriff Industrie 4.0 geprägt. Einer der Grundsätze von Industrie 4.0 ist die Dezentralisierung. Neben der dezentralen Steuerung und Regelung von Prozessen ist dabei auch die dezentrale Speicherung von Informationen gemeint, d.h. dass Daten direkt am Werkstück abgelegt werden und nicht etwa in einer zentralen Datenbank. In diesem Zusammenhang ist RFID (radio-frequency identification) eine wichtige Technologie. Ein wesentliches Automatisierungsmittel in der industriellen Produktion sind Roboter. Auch das Fachgebiet der Robotik steht im Fokus von Industrie 4.0. Aus diesem Grunde liegt es nahe sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten der beiden Technologien zu entwickeln.

Forschungsprojekt: Automatische Manipulation und Ortung von intelligenten Werkstücken (01/2018 bis 12/2020)

Zuständiger Projektmitarbeiter: Herr Christian Thormann, M.Sc.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sollen Möglichkeiten erarbeitet und untersucht werden, durch Roboter automatisierte Prozesse mit Hilfe der RFID-Technologie zu verbessen. Dazu werden Werkstücke, die der Roboter manipuliert, mit Transpondern ausgestattet. Ziel ist es zu ermitteln welche Art von Informationen und in welcher Form Optimierungspotenzial für den Produktionsprozess bieten. Einige Beispiele sind: Größe und Beschaffenheit des Objektes zur Optimierung des Greifvorganges, Dimension für die Bahnplanung und zur Kollisionsvermeidung, usw. Werkstücke können somit auch zu „Intelligenten Werkstücken“ werden, die z.B. ihre weitere Verwendung oder ihre Historie kennen.

Beispielszenario für „Intelligente Werkstücke“.

In einem zweiten Forschungsansatz sollen außerdem Untersuchungen hinsichtlich der Ortung von Werkstücken mittels RFID durchgeführt werden. So könnten Roboter und andere bewegte Automatisierungsmittel in einer Werkhalle mit RFID-Antennen ausgerüstet werden und durch Detektion der Transponder eine Karte der Werkstücke aufbauen.